Mit Vollgas auf den 3. Platz

Beat Amacher kämpft sich im Dallara F 388 mit einem verdienten dritten Platz durch das Formel‑Feld der VFV GLP pro und setzt beim Saisonauftakt auf dem Hockenheimring ein fettes Ausrufezeichen. Als beim traditionsreichen „Preis der Stadt Stuttgart“ die Startampel ausging, ließ Amacher den Motor seines Dallara bis zum Begrenzer aufheulen, katapultierte sich aus der zweiten Startreihe nach vorn und fand sofort seinen Rhythmus.  Auf dem 4,574 Kilometer langen Grand‑Prix‑Kurs stoppte die Uhr in seiner schnellsten Runde bei 1:54,357 Minuten, was einem Schnitt von knapp 144 km/h entspricht – ein Wert, der eindrucksvoll unterstreicht, wie ernst der Schweizer Haudegen die Gleichmäßigkeitsserie nimmt.  Sein Dallara F388, ein ehemaliger Formel‑3‑Bolide mit zwei Liter großem Vierzylinder und rund 250 bis 260 PS, überträgt die Leistung über ein klassisches Hewland‑F3‑Getriebe an die Hinterachse und verwandelt jede Beschleunigungszone des Motodroms in ein akustisches Bekenntnis zum analogen Motorsport.

Amacher ist in der Szene längst kein Unbekannter: Der zweifache Sieger des 24‑Stunden‑Rennens auf dem Nürburgring im Honda Civic bringt Jahrzehnte an Langstrecken‑ und Sprinterfahrung mit und hat sich vom Tourenwagen‑Spezialisten zum gefragten Gentleman‑Driver im historischen Formelsport entwickelt.  2025 krönte er dieses Kapitel mit einem Klassensieg bei den Hockenheim Classics, als er im selben Dallara F388 mit der Startnummer 605 die Klasse D anführte und die Konkurrenz auf Distanz hielt.  Dass er nun beim GLPpro‑Saisonauftakt erneut auf dem Podium steht, ist mehr als eine Randnotiz: Es zeigt, wie präzise er das sensible Fenster aus Tempo und Konstanz trifft, das diese Gleichmäßigkeitsserie fordert – und dass in diesem roten Dallara noch einiges an Überraschungspotenzial für die weitere Saison steckt.

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